Ein Finale mit Paukenschlag?  Wenn wir uns die drei frisch gebackenen Kulturorganisationen für die letzte Runde unseres Qualifizierungsprogramms angucken, auf jeden Fall!

Gemeinsam mit den Förderern haben wir in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren die teilnehmenden Organisationen für die dritte und vorerst letzte Runde unseres deutschlandweit einmaligen Qualifizierungsprogramms „Mehr Diversität in Kultur“ ausgewählt. 

Ab dem 1. Juli 2026 werden das Rheinische Landestheater Neuss, das Theater der Jungen Welt Leipzig und das Staatstheater Regensburg ein Jahr lang auf ihrem Weg zu mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung in ihren Häusern begleitet.

Diese Bewerbungsphase stand unter anderen Vorzeichen als die letzten zwei Runden: Die drastischen Kürzungen von Kulturfördermitteln haben sich genauso bemerkbar gemacht wie die angespannte politische Situation. Diversität muss 2026 nochmal ganz anders verteidigt werden. Umso mehr freuen wir uns, dass wir zahlreiche äußerst qualifizierte und ambitionierte Bewerbungen aus ganz Deutschland erhalten haben. Die drei ausgewählten Organisationen haben uns am meisten beeindruckt:

Das Rheinische Landestheater Neuss steht für ein breites Verständnis von Zugänglichkeit: Das „Offene Foyer“ des Hauses hat sich bereits als konsumfreier Dritter Ort überregional als Best-Practice etabliert. Diesen Ansatz von Theater als sozialem Resonanzraum trägt das Theater auch in den ländlichen Raum, wo Diversitätsdiskurse oft weniger verankert sind.

Das Theater der Jungen Welt Leipzig befindet sich bereits mitten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und hat inklusive Arbeit fest als Querschnittsthema verankert. Mit multisensorischen Inszenierungen, Mixed-Abled-Spielklubs und dem klaren Ziel, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Künstler*innen mit Behinderung langfristig ermöglichen, am Haus zu arbeiten.

Das Staatstheater Regensburg, das übrigens gerade zum Staatstheater ernannt wurde, überzeugte mit einem klaren Bekenntnis zu struktureller Veränderung und dem Bewusstsein, dass viele Barrieren erst sichtbar werden, wenn Menschen mit Behinderung aktiv einbezogen werden. Als Mehrspartenhaus mit über 350 Mitarbeitenden aus knapp 30 Nationen bringt das Staatstheater Regensburg eine große künstlerische Bandbreite mit.

Das Programm, Teil des Projekts „Access Maker – Innovationshub“, unterstützt jährlich drei Kulturorganisationen mit Schulungen und individuellem Mentoring, um Inklusion in den Bereichen Programm, Personal, Publikum, PR und Partnerschaften nachhaltig zu verankern. Die Kulturorganisationen werden dabei von einem erfahrenen Team aus Berater*innen mit verschiedenen Behinderungsperspektiven und Expert*innen der inklusiven Kulturarbeit unterstützt. Jede der ausgewählten Organisationen nimmt an zehn bis zwölf Schulungen (insgesamt mindestens 60 Stunden) teil und erhält kontinuierliches Mentoring über den gesamten Qualifizierungszeitraum hinweg.

Das Qualifizierungsprogramm läuft von Juli 2026 bis Juni 2027.

Access Maker – Innovationshub wird gefördert von

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