LABOR: musik in 3d – ein Lautsprecher-Setup und Musikinstrumente vor einem violett-blauen Hintergrund. Eine pinke diagonale Linie verläuft durch das Bild, darüber liegt der Schriftzug „LABOR: musik in 3d“ in Pink.

Das LABOR:musik in 3d erforscht Klang aus dreidimensionaler Perspektive: Durch das Wiedergabeverfahren Spatial Audio wird klang zu einem immersiven Hörerlebnis. Das LABOR ist Teil der RESIDENZ:musik als bühne, welches unter der künstlerischen Leitung von Benedikt Fuchs verschiende Künstler*innen und Musiker*innen zusammenbringt.

Wir laden euch ein zum kostenlosen Sharing am 4. November im Un-Label Studio!

Sharing

Wann: 4. November 26, 19 Uhr
Wo: Un-Label Studio, Hosterstraße 1-5, Köln (barrierefrei) 
Eintritt frei! Alle sind willkommen. 

Über das LABOR

Was passiert, wenn die Gesangsstimme einer Band nicht mehr nur vorne von der Bühne kommt, sondern über verschiedene Lautsprecher durch den ganzen Raum wandert? Wenn der Sound von allen Seiten kommt? Welche Emotionen ruft das hervor? Und wo sitze ich als Publikum? Vor der Band, am Schlagzeug, oder mittendrin? 

Das Wiedergabeverfahren Spatial-Audio macht Klang dreidimensional im Raum erlebbar. Es simuliert, wie wir Schall in der echten Welt wahrnehmen: Sound kommt nicht mehr nur starr von links und rechts (Stereo), auch nicht von vier Seiten (Surround), sondern umgibt die Zuhörenden von allen Seiten – sogar von oben und unten – und wird dadurch zu einem vollständigen immersiven (Hör-)Erlebnis. 

Für den Musikproduzenten und Komponisten Benedikt Fuchs und die Komponistin Carlie Schoonees sind die Verschmelzung elektronischer Klangwelten mit den organischen Klangfarben akustischer Instrumente und Gesang zentrale Bestandteile ihrer künstlerischen Recherche. Gemeinsam mit der Gittaristin Raissa Mehner loten sie die künstlerischen und inklusiven Möglichkeiten eines Bühnen- und Besucherraums aus, der innerhalb eines Spatial-Audio-System liegt. 

Das LABOR:musik in 3d ist das erste einer Recherchetrilogie und verfolgt dabei den Ansatz, Musik direkt innerhalb und für ein Spatial-Audio-System zu komponieren und im Spatial-Audio-Konzertraum vor Publikum zur Aufführung zu bringen. Die musikalische Sprache bewegt sich in einem experimentellen Spannungsfeld zwischen Jazz, Neoklassik und zeitgenössischen popmusikalischen Einflüssen. 

„Man wird mitgerissen, kann sich auf eine neue Art fallen lassen und einfach zuhören, was passiert. Sounddesign wird realistischer und dadurch, dass Sound von hinten kommen kann, werden auch Effekte intensiver. Was bleibt, ist das Gefühl, in Musik und einer neuen Klangwelt zu sein und ein intensiveres Hörerlebnis zu haben.“

Benedikt Fuchs

Künstlerischer Leiter

Künstler*innen

Portrait von Benedikt Fuchs, ein junger weißer Mann mit wuscheligen braunen Haaren. Er lächelt und trägt ein blaues Shirt.

Benedikt Fuchs (Künstlerische Leitung) ist Musikproduzent, Komponist, Toningenieur (B.Eng.) und Musiker. Nach Studien an der Robert-Schumann-Hochschule und der Popakademie Baden-Württemberg arbeitet er an der Verbindung elektronischer und akustischer Klangwelten zwischen Pop, experimenteller Musik sowie Theater- und Medienformaten. Sein Fokus liegt auf der Kreation von immersiven Hörformaten und Spatial Audio als kompositorischem Werkzeug.  

Die Arbeit von Benedikt Fuchs wurde in seiner jungen Karriere bereits mit wichtigen Preisen ausgezeichnet – dem Silver Award 2022 bei der Recording Competition der Audio Engineering Society im Bereich Studio Production (internationaler Wettbewerb des größten internationalen Verbandes der Audio-Welt) und dem Silver Award 2025 bei der 3D-Audio-Competition des VDT und des ORF (internationaler Wettbewerb) für seine 3D-Audio Komposition Catching November. Er wirkte im Kontext der klassischen Musik bei Opernproduktionen des Labels Naxos und bei den Essenern Philharmonikern mit. Im Jazzbereich arbeitete er als Produzent, u.a. mit dem Trompeter Markus Stockhausen und dem Flötisten Dinesh Mishra. 

Benedikt Fuchs ist zudem als Musiker und Komponist für Theaterproduktionen und Performances der freien Szene in Köln und Bonn tätig. Er arbeitete für u.A. für Produktionen von Un-Label (24 Hebel für die Welt – Nachrichten aus der Winterreise, BOTIN, RoboLAB Festival, bemb), the beautiful minds e.V. (für Filmproduktionen, Hörspielproduktionen und Theaterproduktionen), des Sommerblut Festivals und diverse freie Filmprojekte. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Arrangieren und Komponieren für Streichquartette, wofür er mit einem Quartett zusammen die Lotzsessions ins Leben gerufen hat.  

Portrait von Raissa Mehner, eine weiblich gelesene Person mit blonden Haaren. Sie hält eine E-Gitarre in der Hand und schaut nach unten.

Raissa Mehner, E-Gitarristin und Komponistin aus Köln, begibt sich mithilfe diverser Effektgeräte und Präparationen auf die ständige Suche nach neuen Soundvariationen, um „ihr musikalisches Universum in alle möglichen Richtungen auszudehnen“ (Jazzthing, 2022). Sie studierte Jazzgitarre, Klassische Gitarre und Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Folkwang Universität der Künste in Essen. 

Als Bandleaderin und Komponistin konzentriert sie sich auf die Arbeit mit ihrem Quintett Raissa Mehner Deviation. In ihren Duos wehnermehner (Git/Posaune) und Double Exposure (Git/Vibrafon) zelebriert sie eine verspielte und kommunikative Art der Improvisation. In ihrem Trio TOXODON (Git/Vib/Dr) ballert sie schroffe Independent-Riffs über heftige Beats. Sie ist außerdem Teil des übergroßen Krautrock-Impro-Orchesters The Dorf und des experimentellen Jazz-Pop-Quintetts LARIZA. 

Person mit langen braunen Haaren und grünem Samtoberteil vor dunklem Hintergrund

Carlie Schoonees ist eine südafrikanische Komponistin, lebt und arbeitet in Köln. Sie arbeitet in den Bereichen Instrumentalmusik, Musiktheater, elektroakustische Musik sowie in multimedialen, performativen und interdisziplinären Zusammenhängen. In ihrer Musik setzt sie sich häufig mit psychologischen Themen auseinander, darunter auch mit ihrer eigenen Neurodivergenz. Dafür nutzt sie Texte, aus der Natur entlehnte Metaphern sowie musikalische und performative Gesten. Schoonees’ Werke wurden unter anderem bei Festivals wie Acht Brücken (2024), dem ORBIT Festival for Contemporary Theatre (2024), AvantGarten Liedberg (2020) sowie dem südafrikanischen Woordfees (2018) in Auftrag gegeben und aufgeführt. Im Rahmen der Konzertreihe Adventure hatte sie drei Uraufführungen mit dem Ensemble Musikfabrik, nahm an Workshops mit Ensembles wie dem JACK Quartett teil und erhielt einen Kompositionsauftrag der Universität Bonn, der im Beethoven-Haus in Bonn uraufgeführt wurde. Nach ihrem Kompositionsstudium an der Stellenbosch University, Südafrika, bei Hans Roosenschoon zog sie 2019 nach Köln. Dort schloss sie zwei Masterstudiengänge – Instrumentalkomposition und Elektronische Komposition – an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab. In dieser Zeit studierte sie unter anderem bei Sergej Maingardt, Michael Beil, Annesley Black, Brigitta Muntendorf und Miroslav Srnka.

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