Access Maker

Mit dem Projekt Access Maker stößt Un-Label einen Qualifizierungsprozess für mehr Inklusion und Diversität in Kulturinstitutionen der darstellenden Künste an. Kulturschaffende mit und ohne Behinderung erarbeiten als „Access Maker“ gemeinsam praxisbezogene Handlungsempfehlungen für Kulturbetriebe und geben bedarfsorientiert Rat, damit Kulturangebote zukünftig hindernisfrei gestaltet werden und sich Kulturinstitutionen inklusiv öffnen können.

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Kultur muss barrierefrei gesehen und gestaltet werden und von der Perspektive der Menschen mit Behinderung lernen, um ein neues Bild einer diversitären Gesellschaft zu schaffen.

Projektlaufzeit: April 2021 bis Februar 2024

Menschen mit Behinderung sind in der Kultur leider bisher immer noch eine Randerscheinung. Dabei müssten gerade hier Stigmatisierungen beseitigt und Formen diversitärer Normalität geschaffen werden. Der politische Auftrag an die Kultur ist nicht nur eine Pflicht, sondern birgt auch die Chance, Vielfaltsreflexion anzukurbeln, Begegnungen zu ermöglichen und als Vorreiter für andere Gesellschaftsbereiche zu wirken.

Kultureinrichtungen fehlt meist nicht der Wille, sondern die Kompetenz, Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Kulturschaffende und Kulturnutzer:innen anzuerkennen und zu behandeln. Schließlich sitzen in den Entscheidungsgremien der darstellenden Künste fast ausschließlich Menschen ohne Behinderung. Hier setzen wir mit Access Maker an und unterstützen Kulturbetriebe praxisbezogen und individuell nach ihrem Bedarf dabei, ihr Angebot barrierearm – oder gar barrierefrei – zu gestalten und sich inklusiv zu öffnen. Dazu bieten wir drei parallel laufende Module an.

  • Im Modul 1 werden exemplarisch das Theater Dortmund, das Schauspielhaus Düsseldorf und das Comedia Theater Köln über drei Jahre bei ihren inklusiven Öffnungs- und Weiterentwicklungsprozessen von Kulturschaffenden mit und ohne Behinderung in inklusiven Tandem-Teams bedarfsspezifisch geschult und weitergebildet.
  • Im Modul 2, den Kreativ-Laboren, entwickeln wir innovative, barrierefreie Handlungsempfehlungen für Kulturbetriebe. Ausgewählte Expert:innen des inklusiven Kultursektors und Interessierte mit und ohne Behinderung stellen erfolgreiche Praxisbeispiele vor und entwickeln sie weiter. Die Ergebnisse, praktische Wegweiser und Informationsfilme, werden kostenfrei zugänglich gemacht und bundesweit verbreitet.
  • Im Modul 3 bauen wir unser nationales und internationales Netzwerk von Kulturschaffenden und Expert:innen aus, die in der Lage sind, Konzepte barrierefreier, innovativer Kulturangebote umzusetzen und somit die zukünftige inklusive Arbeit in der Kulturszene innovativ zu beeinflussen. Außerdem gibt es 2022 in Kooperation mit dem Asphalt Festival und kubia in Düsseldorf Symposium für den Austausch von Akteur:innen und Best Practises.

Mit Access Maker ermöglichen wir, inklusive Zugänge als Mehrwert für das gesamte Publikum und die gesamte Struktur eines Kulturbetriebes zu begreifen und zu nutzen. Langfristig wollen wir so zu einer Verstetigung barrierefreier Angebote sowie zu einer umfassenden, diversitätsorientierten Organisationsentwicklung beitragen, um die Kulturlandschaft strukturell und nachhaltig inklusiv zu verändern.

 

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