Wie barrierefrei ist die Ausbildung in den darstellenden Künsten in Europa wirklich – und welche Rolle spielen Hochschulen dabei? Der neue Report Learning to Change: The Role of Educational Institutions in Fostering Accessibility for Disabled Artists & Culture Professionals in Europe der Initiative Europe Beyond Access geht diesen Fragen nach und beleuchtet die Zugangs- und Erfahrungshürden für behinderte Künstler*innen und Kulturschaffende in den Bereichen Theater, Tanz und Performance.
Die Studie basiert auf umfangreicher Forschung: Sie kombiniert die Ergebnisse von drei Online-Surveys, die sich jeweils an behinderte Künstler*innen, Hochschulen und kulturelle Organisationen richteten, mit Interviews, Fokusgruppen und Desk-Research. So zeigt der Report fundiert auf, wo strukturelle Barrieren bestehen – von nicht-angepassten Aufnahmeprüfungen über nicht zugängliche Gebäude bis hin zu fehlenden Unterstützungsangeboten – und wie diese den Weg in die professionelle Kulturszene beeinflussen.
Ein zentrales Ergebnis: Auch wenn viele Einrichtungen rechtliche Verpflichtungen zur Inklusion formulieren, klafft oft eine große Lücke zwischen Absicht und gelebter Realität. Die Studie unterstreicht, dass echtes inklusives Lernen nicht von Einzelleistungen abhängt, sondern systemische Veränderungen braucht.