(We don’t) [kehr]

Symbol für Leichte Sprache

In (We don’t) [kehr] beschäftigt sich das Künstler-Duo „Jane Blond and that Stevil Kniewel“ (Jana Zöll und Steven Solbrig) mit dem Thema Care-Arbeit und eröffnet ein breites Spektrum von Perspektiven darauf. Die Performance verhandelt essenzielle Fragen wie „Was bedeutet Hilfe in unserer Gesellschaft? Welche Bilder von Care-Arbeit haben wir verinnerlicht, und welche Beziehungsdynamiken gehen damit einher? Wo hört Hilfe auf, und wo fängt Gewalt an?“ So wirbelt (We don’t) [kehr] den Staub des Sozialsystems auf und konfrontiert mit den Abgründen des gegenwärtigen Hilfsgestus.

Un-Label Performing Arts: (We don't) [kehr]
(We don’t) [kehr]: Jane Blond and that Stevil Kniewel“ (Jana Zöll und Steven Solbrig) by Un-Label © Michael Bause
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(We don’t) [kehr] ist disability-led: Künstler:innen mit Behinderung haben das Stück initiiert und sind an allen Entscheidungen maßgeblich beteiligt.

Performer:innen mit Behinderung und teilweise mit Assistenzbedarf sind immerwährend mit den Hierarchien und Wertschätzungen konfrontiert, die in unserer kapitalistischen Gesellschaft mit Abhängigkeit(en) und Unterstützungsbedarf einhergehen. (We don’t) [kehr] will die sozialen Mechanismen und Zusammenhänge von Hilfe freilegen. Um verschiedene Sichtweisen auf Assistenz, Care und Hilfe in das Stück mit einzubeziehen, hat das Duo in seiner Recherchephase, die im November und Dezember 2020 im Künstlerhaus Mousonturm stattgefunden hat, zahlreiche Interviews geführt. Entstanden ist ein Kanon aus Stimmen von Menschen mit Behinderung, Helfer:innen und Pfleger:innen, der von Martin Widyanata musikalisch begleitet wird.

In einem Konzeptionstagebuch haben die beiden Künstler:innen die Ergebnisse dieser Recherche und offen gebliebene Fragen und Themen diskutiert sowie den Prozess der Stückkonzeption dokumentiert.

Art des Werkes: Performance
Dauer: 1 Stunde
Altersempfehlung: 12+
Gesprochene Sprache: Deutsch

Termine

Vergangene Termine

Fr, 20. August 2021  // Uraufführung
Sa, 21. und Mo, 23. August 2021

20.30 Uhr // RoboLAB
Ort: Odonien – Freistaat für Kunst und Kultur, Hornstr. 85, 50823 Köln

Audio-Flyer: Alle Infos zum Anhören
Video-Flyer: Alle Infos in Gebärdensprache (DGS)

Team

Performance und Regie: Jana Zöll, Steven Solbrig – Musik: Martin Widyanata – Gebärdensprache: Rafael Grombelka – Dramaturgische Begleitung & Audiodeskription: Matthias Huber – Beraterin für Audiodeskription: Rose Jokic – Lichtdesign: Christian Herbert – Kostüm- & Bühnenbild: Sarah Haas – Produktionsleitung: Nils Rottgardt – Produktionsassistenz: Till Menzer & Julia Meyer – Technische Unterstützung: Max Schweder – Video: Leib+Seele Produktionen: Bernard Mescherowsky – Kommunikation und Presse: neurohr & andrä – Creative Producer: Lisette Reuter

Access

Wie die vorhergehenden Un-Label-Produktionen nutzt die Performance zudem Methoden von „aesthetics of access“: Sie setzt Mittel der Barrierefreiheit, wie teilintegrierte Gebärdensprache und integrierte Audiodeskription, als künstlerisch-ästhetische Elemente ein und ermöglicht so dem gesamten Publikum weitere musische und sinnliche Zugänge. Diese sind Teil des Kunstwerks und nicht zu verwechseln mit der parallel laufenden Audiodeskription und der ggf. vorhandenen Übersetzung in Gebärdensprache, o.ä.

Künstler:innen

Jana Zöll

Jana Zöll

(aka Jane Blond)

Steven Solbrig

Steven Solbrig

(aka Stevil Kniewel)

Förderer und Sponsoren

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Die Recherchephase am Künstlerhaus Mousonturm wurde gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der intergenerationalen Vermittlungsinitiative ALL IN – FÜR PUBLIKUM JEDEN ALTERS.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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