Aesthetics of Access

Aesthetics of Access hat sich aus der inklusiven Kunst- und Kulturszene heraus entwickelt, die wiederum aus der Behindertenbewegung in den 70er und 80er Jahren in Großbritannien und den USA entstanden ist.

Vorreiter*innen sind Künstler*innen mit Behinderung, die aus ihrer politischen Haltung als Aktivist*innen für die Rechte von Menschen mit Behinderung neue künstlerische Ausdrucksformen entwickelt haben. Mittel der Barrierefreiheit werden bei dem Verfahren Aesthetics of Access von der Konzeptionsphase an als ästhetische Bestandteile des Kunstwerks begriffen und einbezogen. Sie übernehmen dabei die „klassische“ Funktion, Zugänge für Publikum und Künstler*innen mit unterschiedlichen Behinderungsperspektiven zu bieten, und sind zugleich ästhetischer Bestandteil des Gesamtkunstwerks. Dieses Verfahren – als politische, soziale und ästhetische Haltung der künstlerischen Praxis – ist ein in Deutschland nahezu unerforschtes Feld. Wir sind davon überzeugt: Aesthetics of Access birgt das Potential, Ästhetik, Möglichkeiten und Verständnis des theatralen Raums nachhaltig zu verändern und zu bereichern.

Im Rahmen des Projektes Access Maker hat Un-Label mehrere Praxis Guidelines für die Darstellenden Künste veröffentlicht, unter anderem zum Thema Aesthetics of Access.

Infofilm: Aesthetics of Access